Mittwoch, 22. Februar 2012

Review: Zoe Leela - Digital Guilt


Es gibt sie noch. Diese CDs, die man nach einem Hördurchgang einfach nicht mehr aus dem Player nehmen kann. Digital Guilt von der Berlinerin Zoe Leela ist zum Beispiel so eine. Während Zoe Leela stimmlich sehr an Tricky-Sängerin Martina Topley-Bird erinnert, fällt es nicht so, einfach sie in irgendein Genre zu zwängen: Mal ist sie sehr elektronisch, fast dubstepig und im nächsten Moment ist sie wieder fast ein wenig loungig.

Ein absolutes Highlight gibt es auf Digital Guilt nicht. Das ist aber nichtmal negativ gemeint. Viel mehr muss man sich Digital Guilt so vor Augen führen: Es hat so eine hohe Hit-Dichte, dass es fast schwer fällt, einen einzigen Song rauszupicken. Homicide zum Beispiel lebt von seinem großartigen Beat und der dazu fast gegensätzlichen Stimme von Zoe Leela. Bei dem rockigen Sausage hat man dann endgültig das Gefühl, dass Zoe Leela sogar die bessere Peaches ist.

Sehr interessant ist nebenbei auch ihre Einstellung zum Thema Gema. Diese lehnt sie nämlich grundsätzlich ab und hat ihr Album deswegen auch mit einer CreativeCommons Lizenz veröffentlicht. Das bedeutet, dass man Digital Guilt zwar kaufen kann, es aber trotzdem legal verbreiten darf. Nichtsdestotrotz sollte man für Digital Guilt mindestens die 5.49 € auf Bandcamp locker machen. Man bezahlt schließlich für das bisher beste Album des Jahres.


1. Pop up
2. Come on
3. Bleed
4. I am
5. Puppets
6. Load
7. Violet
8. Homicide
9. Jewel
10. She rides
11. Sausage

Zolin sagt: 8 von 10

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