Mittwoch, 14. März 2012

Review: Scuba - Personality


Der Hotflush Label-Chef Scuba hat sich spätestens letztes Jahr mit seinem Beitrag zur DJ-Kicks Reihe unsterblich gemacht. Nun steht mit Personality auch endlich mal wieder ein richtiges Studio-Album des Wahlberliners an. Obwohl Scuba ja eigentlich dafür bekannt ist, Burials Interpretation von Dubstep tanzbar gemacht zu haben, schlägt er mit seinem neuen Album eine gänzlich andere Richtung ein.

Die zu nennenden Referenzen sind bei dem neuen Album nämlich nicht mehr Burial oder Sepalcure, sondern viel eher Maya Jane Coles und Martyn. Man kann also durchaus sagen, dass Scubas Sound grundsätzlich technoider geworden ist und mittlerweile sogar im Deep House angekommen zu sein scheint. Es sind nur noch Nuancen, die an seine alten Großtaten, wie Triangulation erinnern.

Ein Beispiel dafür wäre Dsy Chn, der beste Track des Albums. Dann gibt es noch Songs wie July, bei dem man fast sauer ist, dass das große Potential des Songs nicht ausgenutzt wird und der gesammte Track mit trashigen 80er-Synthies verheizt wird. Die dritte Art von Song, die es auf Personality gibt, sind die Songs wie The Hope, die schlichtweg scheiße sind und an eine Mischung aus Trance, Industrial und House erinnern.

Es ist wirklich eine Schande, dass das große Potential von Personality nicht ausgeschöpft wurde. Wenn der Name nicht auf der Platte drauf stehen würde, könnte man glatt meinen, irgendein ganz okes Album zu hören. Dadurch, dass es nun das neue Scuba Album ist, ist dass gesammte Album eine Enttäuschung. Entweder man bleibt also bei den alten Scuba Alben oder man hört sich das letzte Sepalcure Werk an, welches genauso gut als neues Scuba Album durchgehen könnte. Seine Unantastbarkeit wäre somit also auch Geschichte.


1. Ignition Key
2. Underbelly
3. The Hope
4. Dsy Chn
5. July
6. Action
7.Cognitive Dissonance
8. Gekko
9. NE1BUTU
10. Tulips
11. If U Want

Zolin sagt: 6 von 10

Scuba - Personality [HFCD007] by Hotflush

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