Seit Paul Kalkbrenners zugegeben ziemlich guten Berlin Calling ist eine seltsame Entwicklung im deutschen Techno bzw. Tech-House zu beobachten. Irgendwie scheint der Grundtenor schwammiger, ruhiger und vor allen Dingen uninspirierter geworden zu sein. Die Solinger DJs Tube und Berger sind seit jeher dafür bekannt, auf diesen Trend gepflegt zu scheißen und weiterhin ihr Ding durch zu ziehen: Techno, der schön abgeht und trotzdem zu keinem Zeitpunkt nervt.
Quasi aus der Mitte von Tube & Berger ist mit Ante Perry erneut ein DJ entsprungen, der in dieser Tradition weiter macht und dabei qualitativ sogar noch einen drauf setzt. So überzeugt er nicht nur an den Turntables, sondern auch bei der Produktion eigener Tracks. Sein neuster Streich ist No Changes, erinnert ein wenig an Kollektiv Turmstraße und wurde bereits vor einigen Tagen auf seinem angestammten Label Kittball veröffentlicht.
Neben der Club Version ist auch noch ein Remix von Dirty Doering am Start, der bereits letztes Jahr den Übertrack I Would raushaute. Der Remix ist zwar durchaus nett, kann aber keinesfalls mit dem Original oder I Would mithalten. Wer sich noch weiterhin von Ante Perry überzeugen will, dem sei auch noch seine letzte EP mit Kolombo mit dem Titel Completly Positive ans Herz gelegt.

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