Donnerstag, 26. April 2012
Review: Maya Jane Coles - DJ-Kicks
Sowohl für die Britin Maya Jane Coles, als auch für die DJ-Kicks Reihe war 2011 ein gutes Jahr. Maya Jane Coles schaffte durch ihren Podcast des Resident Advisors und einen Essential Mix bei BBC den Sprung vom Geheimtipp zur gefragtesten und besten Deep House-Djane, während die DJ-Kicks Reihe fröhlich zwei ihrer besten Releases überhaupt, nämlich die von Scuba und Soul Clap, veröffentlichte. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis sich beide zusammen tun und Maya Jane Coles ihre DJ-Kicks bereitstellt.
Nun kommt natürlich die Frage zu Stande, ob das ganze so gut geworden ist, wie man vermutet hat, schließlich ist Maya Jane Coles nicht nur eine gute DJane, sondern vermag es auch einen mit ihren konzeptuell perfekt durchdachten Mixes in eine andere Welt zu entführen, und beansprucht mittlerweile fast einen Status der Unantastbarkeit. Ein nettes Gimmik ist dann noch, dass mit Not Listening und Meant To Be, letzteres von ihrem Dubstep Alter Ego Nocturnal Sunshine, zwei exklusive neue Tracks von ihr am Start sind.
Prinzipiell weist jetzt natürlich alles auf ein Meisterwerk hin, doch wie das mit den Erwartungen so ist, werden sie dieses Mal tatsächlich enttäuscht. Bis auf wenige Ausnahmen, wie Never Believed von Phil Kieran & White Noise Sound und ihrem eigenen Meant To Be, ist nicht mehr viel von ihrer Unantstbarkeit zu spüren. Der Mix will irgendwie nicht so recht zünden. Das liegt besonders daran, dass ihre eigentliche Stärke, das kreieren eines Mixes mit Konzept, nicht klappt. Es wirkt fast eher nur mal schnell zusammengeschustert, und so ist auch kaum eine Steigerung im Sound zu erkennen.
Die Auswahl der Tracks geht aber verglichen mit so gut wie jedem anderen Deep-House DJ in Ordnung. Neben den bereits oben erwähnten Never Believed und Meant To Be ist auch noch der Caribou Remix von It's A Crime ein Highlight. Ein richtiges Fazit zu ziehen fällt aber ein wenig schwer. Maya Jane Coles' DJ-Kicks sind immer noch besser, als die meisten Mixes von anderen DJs, trotzdem fehlt der typische Maya Jane Coles-Spirit. Der Status der Unantastbarkeit ist somit angeschlagen, aber trotzdem liegt Maya Jane Coles immer noch vorne. Nun liegt es an Talenten, wie Nina Kraviz, ob Maya Jane Coles an der Spitze bleibt oder bald abgelöst wird.
1. Deft – Loqux & Past
2. Kris Wadsworth – Mainline (Jimmy Edgar Remix)
3. Chasing Kurt – Money
4. Bozzwell – In My Cocoon (Original Mix)
5. Larse – Karoo (Original)
6. Milscot feat. Angela Sheik – All Alone (Domyan Just Slow Remix)
7. Adam Stacks – Hey Love (Original)
8. Phil Kieran & White Noise Sound – Never Believed
9. Sigward – Nuerd (Original Mix)
10. Maya Jane Coles – Not Listening (DJ-KICKS)
11. Virgo Four – It’s A Crime (Caribou Remix)
12. Roberto Bardini – Hate Me (Muteoscillator Fairy Tall Remix)
13. Tripmastaz – Guess Who
14. Standard Fair – Little Helper 16-3
15. Nocturnal Sunshine – Meant To Be
16. Zenker Brothers – Berg 10 (Original Mix)
17. Last Magpie – No More Stories
18. Zoe Zoe – Church
19. Gerry Read – Roomland (Youandewan Remix)
20. T. Williams – Analog Tour
21. Marcel Dettmann – Translation Two
22. Claro Intelecto – Hunter’s Rocket To The Sky
Zolin sagt: 7 von 10
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