Freitag, 31. August 2012

Heißer Scheiß: Hundred Waters


Von Skrillex mag man ja so viel halten, wie man möchte, aber bei seinem eigenen Label ist ihm ein Geniestreich gelungen, nämlich die Veröffentlichung des Debuts von Hundred Waters. Wenn man sich das Album nämlich mal anhört, merkt man erst, dass es sich bei der Band um keinen beschissenen EDM-Müll handelt, sondern um eine Band, die es vermag, eine ziemlich bemerkenswerte Mischung aus Folk, Dream-Pop und einem kleinen bisschen Dubstep zu kreieren.

Diese Mischung hat es wirklich in sich, denn das selbstbetitelte Debut ist wirklich eine Bombe. Allein die schiere Pracht aller einzelnen Songs überzeugt schon beim ersten Hördurchgang. Die Stimme von Sängerin Nicole Miglis erinnert dabei in ihrer naiven Weise sogar noch ein wenig an Julia Holter. Dahzu kommt eine gewisse Wärme der Songs, die man sonst nur von Jens Lekman Alben kennt. Diese Wärme, die dich umarmt und in ihrer Ruhe und Besonnenheit komplett vereinnahmt.

Der Eindruck, den man von dieser Band hat, ist also ein vergleichbar ruhiger. Deswegen gilt es auch besonders Hundred Waters' Beteiligung bei der großen EDM-Tour durch Nordamerika von Diplo, Skrillex, Grimes und noch mehreren zu erwähnen. Kaum auszumalen, wie die für Skrillex und Diplo angereisten Fans auf so eine Vorband reagiert haben. Den Grimes Fans wird's wenigstens wohl gefallen haben.

Mit von der Partie bei dieser Tour war übrigens auch noch die wunderbare Tokimonsta, die, auch neben den Ausnahme-Produzenten Star Slinger und AraabMuzik, einen sehr gelungenen Remix zu Hundred Waters neuster EP Thistle beisteuert. Das Album wird übrigens am 16. Oktober von Skrillex' Label OWSLA neu aufgelegt, und wird dann hoffentlich auch in Deutschland zu erwerben sein



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